7. Etappe von Vrouwenpolder-Zeeland nach Den Haag

Auf dem heutigen Programm der 7. Etappe stand eine Strecke von etwa 110 Kilometer.
Die Tagestemperatur sollte sich um 8 Grad bewegen und der Wind sollte aus Südwest bis West mit bis zu 27 km/h pusten. Also hieß es auch heute wieder früh aufstehen, um das Tagesziel zu erreichen. Es gab ein kräftiges Frühstück und natürlich Kaffee ☕️ für uns Kaffeejunkies.

Nebenbei besuchte uns noch Damwild auf dem Campingplatz. 🦌

Um 09:00 Uhr war alles erledigt und wir konnten starten. Hans bekam das erste Zwischenziel (Rockanje) für seine Navigation in 65 km Entfernung, also der Hälfte der Gesamtstrecke.

Kurz nach unserem Start fuhren wir im Kamperland über eine 2 Kilometer lange Brücke, welche auch als Sperrwerk fungiert. Jan musste dort erst mal einige Fotos vom Bauwerk und der Landschaft machen.

Die Brücken die wir nun überfuhren nennen sich „Neeltje Jans“. Sie befinden sich in der Gemeinde Zeeland und sind unbewohnte, künstliche Inseln.

Entlang der Fahrradroute entdeckten wir viele aufgebrochene Austern welche von den Möwen aus den dortigen Austernbänken geklaut worden sind. Ansonsten ging es immer gerade aus auf zweispurigen Fahrradwegen mit gutem Untergrund. Die erwähnten Sperrwerke allein sind schon eine Reise wert.

In einer kleinen Ortschaft die auch als Touristenhighlight fungierte, genossen wir noch einen Kaffee. Dieser war nicht groß aber schmeckte und war warm.

Bis auf die Kühle war das Wetter gut und trocken. Wir kamen echt gut voran.

Durch unendliche Weite zogen wir weiter in Richtung unseres Treffpunktes mit Hans und erreichten diesen gut gelaunt gegen 13 Uhr. Es gab natürlich ne Wurscht und Kaffee. Schmeckt übrigens immer noch 😀 nach 7 Tagen.

Vom Mittagspunkt schickten wir Hans gleich mal zum Campingplatz da der Großraum Rotterdam durch ihn umfahren werden sollte. Außerdem konnte Hans leider mit dem Wohnmobil nicht mitkommen, da wir eine Fähre nutzen mussten und diese nicht für Pkw zugelassen ist.

Wir selbst fuhren weiter in das Hafengebiet von Rotterdam. Und dort schlug gleich mal der Windhammer zu und wir lernten mal wieder am Wasser ist es immer frisch.

Wir quälten uns gegen den Wind durch Europort 1 und die dazugehörigen Industriegebiete, riesigen Raffinerien und Werkshallen. Hier kann man alles sehen was für einen Hafen dazugehört. Und wir wurden überrascht – neben einem kilometerlangen Werksgelände der BP entdeckte wir auf den Grünstreifen unzählige Möwen, die dort brüteten – regelrechte Brutkolonien – hier scheint Industrie und Natur im Einklang zu sein.
An anderen Hafenorten entdeckten wir Förderanlagen von FAM und wurden an die Heimat erinnert – auch sehr schön mal zu sehen wohin es die Magdeburger alles schaffen😃.

Genug gewundert – es ging weiter und der Wind wurde auch nicht besser. Irgendwann kamen wir am Ende des Hafens an und – wo ist der Fährhafen????

Wir konnten nichts sehen. Pappesatt dachten wir, wir haben uns verfahren, aber…. Ein netter Lotse des Hafens sagte…. Nein ist alles richtig, auf einem kleinen Steg neben den Lotsenschiffen kommt auch die Fähre.

Puh, Glück gehabt. Also warteten wir und konnten jetzt auch die Anzeigetafel entdecken. Nach dem die Zeit an der Anzeige abgelaufen war kam auch unsere Rettung „Der Nieuwe Prins“ um die Ecke.

An Board waren schon mehrere Schulklassen und wir beiden komischen Fahrradfahrer am letzten Bootssteg von Rotterdam wurden auch schon etwas komisch angeguckt. Aber das Personal der Fähre war superfreundlich und wir wurden von ihr mit einem Marshmallow belohnt.

Wir sagen euch, diese Fahrt, eine irre Beschleunigung und gefühlt Vollgas, entwickelte sich zum Highlight des Tages entlang an zig meterlangen Frachtschiffen, Lotsen, Fähren und Kreuzfahrtschiffen erreichten wir unseren Hafen Hoek van Holland. Auch diese Ortschaft war sehr anschaulich und alles auf Seefahrt aufgebaut.

Man kann echt sagen, für 4 Euro muss man diese Fahrt mal mitnehmen, wenn man nach Rotterdam kommt.

Danach ging unsere Fahrt weiter Richtung Den Haag. Entlang von Dünen und Stadtgebiet erreichten wir Den Haag.

Zuvor konnten wir Gewächshäuser, die die Größe einer Kleinstadt haben, passieren. Gurken, Kartoffeln, Tomaten also alles was das Gemüseherz begehrt wird dort angebaut.

Den Haag ist auch eine sehenswerte Stadt und unser Weg führte uns durch den Villen– und Diplomatenviertel. Entlang der slowakischen, kenianischen, nigerianischen und der Botschaft von Qatar ging es zu einem wunderbaren Alten Stadttor und dann auf den Campingplatz.

Diesen erreichten wir gegen 18 Uhr und stärkten uns mit leckeren Nudeln.

Viel Spaß beim Bilder anschauen.

Euer Team von Freunde Radeln: Jan und Steffen sowie der guten Seele HANS

Streckendaten

Abfahrtsort:Vrouwenpolder (Niederlande)
Zielort:Den Haag
Distanz:113 km
Höhenmeter:280 m
Zeit:5 Std. 28Min.
Durch. Geschw.:20,7 km/h

Tageseindrücke in Bildern