5. Etappe von Camping de la Plage in Marck nach Blankenberge (Belgien)

Die 5. Etappe sollte ursprünglich am 04.05. stattfinden jedoch gefiel uns der Campingplatz nicht so sehr und somit beschlossen wir nach der kurzen Tour gestern (70 km ) heute die nächste Etappe in Angriff zu nehmen. Unter uns gesagt der Platz war der letzte Müll. Hühner und Enten liefen über den gesamten Platz, das Sanitärgebäude war am anderen Ende des Platzes, der Spielplatz für Kinder war an allen Ecken und Kanten demoliert und die Dauercamper dort waren auch nicht die Vertrauenspersonen. Jan ist nachts sogar nochmal aufgestanden und hat überprüft ob die Räder noch da waren. Aber wir hatten Glück alles ist gut gegangen. Nur Frühstück und Morgentoilette gingen flott heute morgen.

Wir kauften noch schnell im Supermarkt ein und dann ging es mit dem Rad los.

Die 5. Etappe ging über 100 Kilometer und führte uns nach Blankenberge in Belgien.

Die ersten 10 Kilometer mussten wir echt Gas geben, weil unser Weg entlang einer Schnellstraße führte und der Verkehr extrem nah an uns vorbei rauschte.

Nach diesen 10 km kam endlich ein gut ausgebauter Fahrradweg und führte uns an einer Raffinerie vorbei Richtung Dünkirchen.

Als wir in Dünkirchen ankamen, konnten wir lediglich feststellen, dass es eine große Industriestadt ist. Erwähnenswerte Erlebnisse gab es nicht zu berichten. Lediglich der Fahrradweg welcher neu gebaut worden ist, ist sehr breit und gut befahrbar.

Die Innenstadt Dünkirchens konnte man sich mal anschauen aber ist kein absolutes Muss. Im Hafenbereich entdeckten wir mehrere geschichtsträchtige Schiffe und eine Vorschulklasse welche kleine Segelboote steuerten.🤗

Nun ja, festzustellen ist, das Dünkirchen sehr sehr groß ist und sich sehr lang zog.

Nach Dünkirchen fuhren wir weiter in Richtung belgischer Grenze. Die Ortschaften entlang des Weges wirkten trist und sehr verlassen.

Gegen Mittag passierten wir die französisch/belgische Grenze. Wir gönnten uns erstmal einen starken belgischen Kaffee.

Danach kamen wir in De Panne der ersten attraktiven Ortschaft in Belgien an. Bekannt ist De Panne vor allem von dem Eintagesrennen der Radprofis. Alles sauber, ordentlich und sehr gut ausgebaute Fahrradwege.

Tatsächlich führte unsere weitere Tour, egal ob an einer Schnellstraße, in einer Ortschaft, der Strandpromenade und den Nebenstraßen immer über einen guten Fahrradweg. Respekt dafür!!!! Und die Autofahrer nehmen tatsächlich Rücksicht.

Schon in De Panne stellten wir fest, dass entlang unseres Weges immer Strassenbahnschienen lagen.

Über Koksijde, Nieuwport, Oostende ging unser Weg weiter. Entlang des Strandes konnten wir nur Bettenburgen sehen, die sich Kilometerlang aneinanderreihten. Es sollte bis Blankenberge nicht aufhören und die Straßenbahn folgte von Ortschaft zu Ortschaft.
Diese Bahn ist die Küstenbahn und fährt tatsächlich von Seebad zu Seebad. Die eigentlich schon genügend vorhanden Hotels und Häuser am unmittelbaren Strand werden von neueren Bauten noch getoppt. Wer es eng mag und immer Körperkontakt sucht dürfte diesen im Sommer definitiv entlang der Seebäder haben. Auch heute waren die Promenaden gut besucht und man müsste sich seinen Weg bahnen. Fahrräder waren auch heute genügend zu sehen.


Op zoek naar Utopia

Künstler: Jan Fabre
Diese riesengroße Schildkröte ist eines der bekanntesten Werke von Beaufort, und zwar von der ersten Auflage. Auf dem Rücken der Meeresschildkröte sitzt Fabre selbst, der vom Deich her eine schöne Aussicht auf den Strand und das Meer hat.

Quelle: https://www.belgischekueste.be/de/inspiration/skulpturenpark-beaufort


Nett anzuschauen war Nieuwport als Ortschaft. Wir fuhren entlang des Yachthafens wo ein großartiges Schiff dem nächsten folgte. Auch Show Art alles super schön angelegt, relativ grün und super gepflegt. Besonders toll war eine riesige goldene Schildkröte mit Reiter. Leider konnten wir nicht herausbekommen was die Bedeutung dieser Plastik ist.

Als wir eine Brücke in Nieuwport mit Strassenbahnschienen überquerten, kam eine Mofafahrerin, die uns folgte aufgrund des einsetzenden Regens zu Fall und rutschte entlang der Fahrbahn. Logischerweise haben wir sofort geholfen. Wir halfen beim Aufrichten des Mofas und wollten eigentlich noch den Rettungsdienst rufen aber die Fahrerin war hart im Nehmen, bedankte sich und fuhr weiter.

Langgezogene Strandpromenaden säumten weiter unseren Weg entlang der Seebäder und gegen 18 Uhr kamen wir kaputt, aber glücklich über den nächsten geschafften 100er in Blankenberge an.

Heiße Dusche, frischen Kaffee, ein tolles Abendbrot im Bistro und ein guter Stellplatz rundeten den Tag ab. Übrigens Bistro so wie es sich selbst nennt ist völlig untertrieben. Das Essen entsprach sehr sehr guter Küche, wenn nicht sogar gehobene Gastronomie.

Ach ja, unseren Hans haben wir natürlich nicht vergessen heute. Wie ein Uhrwerk und pünktlich wie immer erwartete er uns an den vorab geplanten Verpflegungspunkten und sorgte sich um uns.

Viel Spaß beim Bilder anschauen.

Euer Team von Freunde Radeln: Jan und Steffen sowie der guten Seele HANS

Streckendaten

Abfahrtsort:Camping de la Plage in Marck
Zielort:Blankenberge (Belgien)
Distanz:101 km
Höhenmeter:290 m
Zeit:6 Std. 03 Min.
Durch. Geschw.:16,6 km/h

Tageseindrücke in Bildern