10. Etappe von Lauwersoog (NL) nach Emden (D)

Nachdem wir gestern einen sehr schönen Ruhetag genossen haben, ging es heute wieder aufs Rad und der Tag begann überpünktlich um 06:30 Uhr mit Aufstehen und einem ordentlichen Frühstück. Kaffee durfte natürlich nicht fehlen.

Danach schnell aufgeräumt, frisch gemacht, rein in die Fahrradklamotten und nach dem Tanken ging es dann Richtung Deutschland.

Auf guten Fahrradwegen ging es von Lauwersoog, teils durch Waldgebiet und durch Überflutungsgebiete zu den Poldern an der niederländischen Küste und an denen entlang in Richtung Delfzijl.

Der Wettergott war gnädig heute und wir hatten mal keinen Gegenwind. Das Wetter war trocken und wir konnten tatsächlich sehr flott an den unzähligen Schafen vorbeiziehen.

Teils war es aber nicht ungefährlich, weil die kleinen Lämmchen natürlich nicht den erforderlichen Respekt vor unserer Schnelligkeit hatten. 😉😃 Man hüpfte gern mal vor die Räder so dass wir manchmal ordentlich in die Bremsen mussten. Aber alles gut gegangen. 😀

Die Landschaft selbst war schön und sieht ohne Gegenwind und Regen echt nett aus. 👍

Entlang der Deiche und durch Windparks kamen wir am eigentlichen Treffpunkt mit Hans in Eemshaven an. Tja und da mussten wir feststellen, dass überall gebaut wird, Hans sich nirgends hinstellen konnte und dazu auch der Fahrradweg komplett gesperrt war.

Unseren Hans schickten wir gleich mal Richtung Emden und entschlossen uns heute mal auf Selbstverpflegung zurückzugreifen.

Da es für den Fahrradweg keine ausgeschilderte Umleitung gab, mussten wir das altbewährte Material wie Schilder und Karte nutzen. Glück gehabt nur 6 Kilometer verfahren.

Irgendwann kamen wir in Spijk einer kleinen niederländischen Stadt an und entdeckten eine Cafeteria. Boah, so einen Kaffee konnten wir grad mal gebrauchen. Schnell gestoppt und rein in die Location.

Beim Betreten aber kamen wir uns vor wie ein Indianer im Westernsaloon. Alle Augen auf uns gerichtet und die Augenpaare unzähliger Männer musterten uns von oben bis unten.

Da haben wir tatsächlich in einer Bauarbeiterkneipe Rast gemacht und passten mal gar nicht mit den bunten Fahrradsachen in diesen Laden. Aber cool wie wir sind, ein fröhliches Hej in die Runde geworfen, keine Reaktion, schnell beim Wirt, in unserem gepflegten Schulenglisch, was bestellt und dann nach 15 Minuten alles bekommen.

Und? es war sehr sehr lecker und sehr preiswert dazu. Gestärkt ging es dann aber wirklich ganz schnell weiter.

Nach guten 15 km erreichten wir Delfzijl, die letzte große Stadt in den Niederlanden. Delfzijl selbst ist eine reine Industriestadt. Nennenswertes außer die Großindustrie gibt es nicht wirklich zu sehen. Sogar der Fahrradweg führte durch und entlang von Firmengebieten.

Nach Delfzijl wurde es wieder ländlicher und der Fahrradweg führte am Dollart, entlanggefahren der Dollartroute Richtung Ditzum.

Am Kilometer 0,0 pünktlich 16 Uhr überschritten wir die Grenze nach Deutschland. Nochmal überfuhren wir ein großes Sperrwerk und schlagartig wurde der Fahrradweg schlechter. Willkommen in der Heimat. 🇩🇪

Beeilen mussten wir uns auch noch, da in Ditzum die letzte Fähre ⛴ um 17 Uhr in Richtung Emden fuhr. Also Vollgas – zu unserem Glück wechselte der Wind natürlich noch mal in Gegenwind und forderte uns für gute 17 km alles ab.

Pünktlich 16:53 Uhr wurde der Fährhafen erreicht. Und wir konnten die Fähre nutzen. Wir brauchten aber auch die ganze Fährfahrt zum Luft holen.

Nach der kurzen Fahrt ging es dann über Emden, mit seinem VW-Werk, zu unserem Campingplatz.

Heiße Dusche und Abendbrot. Hans hat uns schnell verwöhnt.

Wir sind stolz das wir wieder über 100 km gemeistert haben.

Schaut euch auch heute wieder die Bilder an, die wir für euch gemacht haben.

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Viel Spaß dabei und bis morgen.

Euer Team von Freunde Radeln: Jan und Steffen sowie der guten Seele HANS

Streckendaten

Abfahrtsort:Lauwersoog (NL)
Zielort:Emden (D)
Distanz:126 km
Höhenmeter:190 m
Zeit:5 Std. 43 Min.
Durch. Geschw.:22,1 km/h

Tageseindrücke in Bildern